Strommarkt Österreich

Traditionell spielen in Österreich Laufwasserkraftwerke eine zentrale Rolle bei der Stromproduktion. Bereits vor über 100 Jahren haben z.B. Wasserkraftwerke die Stromversorgung von Getreidemühlen und Sägewerken gesichert. Bis zu 50% der heutigen Stromerzeugung können aus Laufwasserkraftwerken und weitere 17% aus Speicherkraftwerken gedeckt werden. Derzeit sind gut 550 Laufkraftwerke im Alpenland in Betrieb, die oftmals an der Donau und an der Drau zu finden sind. Hinzukommen gut 100 Speicherkraftwerke zur Stromerzeugung im alpinen Raum.

Dennoch fehlt dem Land Strom. Österreich ist immer stärker auf Importe angewiesen, da der Ausbau von Wasserkraft gebremst wird und dies Verwerfungen an den Strombörsen mit sich bringt. Außerdem belasten die regulatorischen und staatlich induzierten Kosten die Wettbewerbsposition der Österreicher. Dies führt zu Unwuchten im Markt: so kosten 11% Ökostrom den Stromkunden genauso viel, wie ein Viertel der gesamten österreichischen Stromproduktion am Markt wert ist.